die offene Ladenkasse und TSE

Eine offene Ladenkasse ist eine Barkasse ohne jegliche technische Ausstattung. Der  Unternehmer nutzt dabei als Behältnisse für das Bargeld z.B.Schubladen in der Ladentheke, herkömmliche Geldkassetten,Zigarrenkisten oder sonstige Aufbewahrungsutensilien wie Kartons und Schachteln.

 

TSE Pflicht

Zunächst einmal besteht eine aufzeichnungspflicht über die Geschäftsvorfälle. dies ist in der GoB 3.2.1 Punkt 38 jklar beschrieben: Dies gilt auch für Bareinnahmen, wenn der Beleg nicht auf einen Kunden erfasst wurde. Der Umstand der sofortigen Bezahlung rechtfertigt keine Ausnahme von diesem Grundsatz (BFH-Urteil vom 26. Februar 2004, BStBl II S. 599).

Die Ordnungsmäßigkeit der Kassenbuchführung bei Bareinnahmen, die in einer offenen Ladenkasse ohne Registrierkasse erfasst werden, erfordert einen täglichen Kassenbericht (BFH, Urteil v. 13.3.2013, X B 16/12).

Ein Pflicht zur TSE kann bei dieser Form der Kassenführung verneint werden. Die Kassenführung über die offene Ladenkasse bleibt ausdrücklich als Alternative erlaubt.

Anforderungen

Die offene Ladenasse setzt Handarbeit voraus. Das Kassenjournal muss von Hand geführt werden. Ein EXCEL-Journal wird nicht anerkannt. Die Belege dürfen nicht elektronisch erstellt sein.

Etwas unklar ist die Frage ob die Belege mit einem Textverarbeitungssystem erstellt werden dürfen, oder ob dies bereits zu den elektronischen Aufzeichnungsgeräten zählt.

Hier lohnt sich wieder ein Blick in den Anwendungserlass zu §146a. Hier wird näher ausgeführt: „… deren Abrechnung spezialisierte elektronische Aufzeichnungssysteme, die „Kassenfunktion“ haben.“

Somit dürften Textverarbeitungssystem nicht unter diese Regelung fallen.

Ist das eine Alternative

Wenn man den Aufwand für das Führen des Kassenjournals berücksichtigt, dann dürfte diese Form der Kassenführung nur in Betrieben mit wenig Barverkauf als wirkliche Alternative gesehen werden.

wer allerdings nur sehr wenig Verkäufe mit Barzahlung hat, für den kann sich die offene Ladenkasse durchaus lohnen.